Für Frieden und Abrüstung Antikriegstag 2021

DGB

Am 1. September erinnern die Gewerkschaften daran, dass an diesem Tag im Jahr 1939 mit dem Überfall von Nazi-Deutschland auf Polen der Zweite Weltkrieg begann. Angesichts der Menschheitsverbrechen der Nazis trägt Deutschland eine besondere Verantwortung für den Frieden. Zum diesjährigen Antikriegstag erklärt Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW:

„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Das ist die Mahnung der Gewerkschaften am jährlichen Anti-Kriegstag. Wenn wir künftig friedlich und sicher zusammenleben wollen, brauchen wir eine Politik, die auf Abrüstung und Entspannung setzt, statt auf Aufrüstung und Abschreckung. Die verheerende Lage in Afghanistan führt uns tagtäglich vor Augen, dass Krieg als Mittel der Politik nicht funktioniert. Und sie zeigt, dass man einen Militäreinsatz nicht einfach beenden und sich aus der Verantwortung stehlen kann, wenn man ihn einmal begonnen hat. Es ist grauenhaft, dass Menschen, die sich für Demokratie, für Frauenrechte, für Menschenwürde einsetzen, jetzt um ihr Leben fürchten müssen. Weil Politik sich nicht gekümmert hat! Alles, was jetzt noch für diese Menschen getan werden kann, muss getan werden und zwar ohne Wenn und Aber. Es ist beschämend, wenn einige Politiker*innen nicht die Not der Menschen in den Mittelpunkt stellen, sondern reflexartig Ängste vor einer neuen Flüchtlingsbewegung schüren.

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Wir brauchen eine Bundesregierung, die sich für dieses Motto mit aller Entschlossenheit einsetzt. Die Weichen dafür werden bei der Bundestagswahl am 26. September gestellt. Die Bundestagswahl entscheidet aber nicht nur darüber, wie sich Deutschland künftig bei den Themen Rüstungsausgaben und Waffenexporten aufstellt. Es geht auch darum, wie sich unser gesellschaftliches Klima grundsätzlich entwickelt. Auch verbal muss abgerüstet werden. Hass, Hetze und Menschenfeindlichkeit haben in den letzten Jahren Einzug ins Parlament und in die Gesellschaft erhalten. Die Bundestagswahl sollte von allen Demokrat*innen genutzt werden, um deutlich zu machen: Wir stehen hinter unserer offenen, friedlichen und toleranten Gesellschaft und wir sind die ganz große Mehrheit! Wir bieten Ausgrenzung, Rassismus und Intoleranz entschieden die Stirn!“

In Nordrhein-Westfalen organisieren die DGB-Gewerkschaften zahlreiche Veranstaltungen zum Anti-Kriegstag. Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, wird am 1. September um ca. 16:30 Uhr bei einer Veranstaltung des Düsseldorfer Appells vor dem Landtag sprechen