NGG ruft zu 2. Warnstreik bei Westfleisch auf

Warnstreik bei Westfleisch

Wir rufen am 20.11.2019 die Beschäftigten der Westfleisch Erkenschwick GmbH zu zweiten befristeten Arbeitsniederlegungen auf. Damit wollen wir den Druck in den schwierigen Tarifverhandlungen erhöhen. Die Gespräche blieben nach drei Verhandlungsrunden ohne Ergebnis. Wir fordern 160 € mehr Lohn und Gehalt für die rund 450 Beschäftigten.
 
Grund für den Warnstreik ist das ausgesprochen schlechte Angebot der Arbeitgeber. Ab dem 01.07.19 soll es keine Erhöhung geben, ab dem 01.12.19 soll es 40 Euro mehr geben, ab dem 01.06.20 soll es weitere € 30 geben und zuletzt ab dem 01.12.20 noch einmal 30 Euro. Dieses „Angebot“ ist so weit von unserer berechtigten Forderung entfernt, dass wir keine andere Wahl haben, als zum Streik aufzurufen.
 
Mohamed Boudih, Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft NGG in Nordrhein-Westfalen: „Als Vorbedingung für eine Verhandlung über Löhne und Gehälter fordert der Arbeitgeber eine Verschlechterung der erst im vergangenen Jahr neu gestalteten Möglichkeit der Samstagsarbeit. Die tarifliche Regelung einer Freiwilligkeit soll durch eine verpflichtende Regelung ersetzt werden. 100 Euro stufenweise verteilt auf 29 Monate anzubieten, ist keine Wertschätzung der guten Arbeit.“
 
„Die angebotenen 100 Euro verteilt auf 29 Monate ist gegenüber den Beschäftigten nicht fair“, so Boudih weiter.
 
Die Forderung für den Entgelt-Abschluss im Jahre 2019 beläuft sich auf 160 Euro in allen Lohngruppen bei einer Laufzeit von 12 Monaten.