Schluss mit Burger-Subvention bei den Fastfood-Konzernen!

Auftakt für bundesweiten Aktionen und Warnstreiks in der Systemgastronomie

Das war nicht zu übersehen: Beim Aktionstag der NGG.NRW am 4. Februar belagerten mehr als 50 Beschäftigte der Systemgastronomie die Burger-King-Filiale am Dortmunder Ostenhellweg. Unter dem Motto „Schluss mit einmal kaufen, aber dreimal bezahlen!“ wurden Passanten und Kunden über die Arbeitsbedingungen bei den großen Fast-Food-Ketten informiert.

„Dieser bunte und lautstarke Info-Tag ist der Auftakt einer bundesweiten Welle von Protest-Aktionen, Informationstagen und Warnstreiks. Von Dortmund ausgehend rufen die Beschäftigten von McDonalds, Burger King & Co.: Zahlt endlich anständige Löhne, zahlt mindestens 12 Euro pro Stunde! Macht der Arbeits-Armut ein Ende!“ sagte Landesbezirkssekretär Torsten Gebehart.   

Hintergrund sind die aktuellen Tarifverhandlungen zwischen der NGG und dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS), dem bekannte Unternehmen wie McDonald’s, Burger King, L’Osteria, Starbucks, Nordsee, Tank und Rast, Autogrill und Pizza Hut angehören.

Die NGG fordert für die ca. 120.000 Beschäftigten in 3.000 Restaurants und Cafes der Fastfood-Branche eine Mindestvergütung von 12 Euro. Die derzeit gezahlten Löhne verschärfen das Armutsrisiko sowohl während des Erwerbslebens als auch im Alter dramatisch. Die Arbeitgeber verweigern sich jedoch hartnäckig einer armutsfesten Vergütung und boten nach zwei Verhandlungen lediglich 9,48 Euro als Einstiegslohn in 2020 an.

„In der Systemgastronomie treffen Milliardenumsätze auf Armutslöhne. McDonalds, Burger King & Co. zahlen ihren Tag für Tag hart arbeitenden Beschäftigten teils so wenig, dass wir Steuerzahler einspringen müssen. Heute subventionieren wir die Löhne, morgen stocken wir die Renten auf.“, so Gebehart. Vor allem in den unteren Lohngruppen seien viele Mitarbeiter der Fastfood-Konzerne auf Sozialleistungen angewiesen, weil der Lohn nicht zum Leben reiche. „Wer ein Menü bei den Großen der Branche kauft, zahlt also insgesamt drei Mal. Diesem Geschäftsmodell auf dem Rücken der Beschäftigten und zu Lasten der Allgemeinheit wollen wir ein Ende machen.“

Am 13. Februar werden die Tarifverhandlungen mit der bereits dritten Runde in Stuttgart fortgesetzt.