1000 Kolleginnen und Kollegen in Würselen, Köln und Witten verlieren ihre Arbeitsplätze

Seit dem 25.07.2019 ist es traurige Gewissheit: Kronenbrot stellt den Betrieb an allen drei Standorten zum 31. Juli ein. Die rund 1.000 Kolleginnen und Kollegen in Würselen, Köln und Witten verlieren ihre Arbeitsplätze. Dies gab Insolvenzverwalter Biner Bähr in Belegschaftsversammlungen bekannt. Erst Mitte Juli hatte Bähr in einem Gespräch mit NGG erklärt, dass er in Kooperation mit ALDI und weiteren Investoren eine Chance für Kronenbrot sieht. Diese Idee ist wohl als gescheitert anzusehen.

Für das Kronenbrot-Desaster, das jetzt die Belegschaft vor den Nichts stehen lässt, tragen indes ganz andere die Verantwortung, nämlich die frühere Miteigentümerfamilie Mainz und die aktuelle Investmentfirma Signal Capital Die Familie Mainz hat über viel Jahre dringend notwendige Investitionen zur Modernisierung von Maschinen und Produktionstechniken, zur Verbesserung der Qualität oder zur Entwicklung neuer, innovativer Produkte sträflich vernachlässigt. Signal Capital hat ebenfalls kaum investiert. Mehr noch: Signal Capital hat die Grundstücke und Gebäude in allen Standorten vor dem Zugriff des Insolvenzverwalters gesichert und wird diese Filetstücke nun vermutlich versilbern. Das Gebaren ist zwar legal. In der Belegschaft glaubt inzwischen aber niemand mehr, dass Signal Capital je die Absicht hatte, Kronenbrot ernsthaft und nachhaltig weiterzuentwickeln, so Mohamed Boudih, Landesbezirksvorsitzender der NGG in NRW.